Lüneburger Neuigkeiten
geschrieben von Cristiane Bleumer im März 2012Die Marketing-Gesellschaft der Hansestadt plant das Jahr 2012

Mit dem verkaufsoffenen Sonntag am 4. März geht der Veranstaltungsreigen los, doch die Planungen der Lüneburger Marketing Gesellschaft reichen schon viel weiter in die Zukunft. Stefan Pruschwitz, seit 1. Juli 2011 Geschäftsführer der Gesellschaft, ist gemeinsam mit seinen Mitarbeitern gedanklich schon beim Weihnachtsmarkt, der in diesem Jahr in der Zeit vom 28. November bis zum 23. Dezember stattfinden wird. „Man kann die Bedeutung dieser Veranstaltung gar nicht hoch genug einschätzen“, betont er. „Lüneburg hat ein riesiges Potential, sich als Weihnachtsstadt zu präsentieren.“ Damit hole man Touristen in die Stadt, deren Kaufkraft zum Umsatz der Kaufleute und Gastronomen und damit zum Wohlergehen der Stadt beitrage.
Aber zurück zur Gegenwart und zu den Veranstaltungen, die im kommenden Frühling auf die Lüneburger und die Gäste der alten Hansestadt warten: Phantasiereisen in fremde Länder und vergangene Zeiten versprechen die Märchentage vom 4. bis 11. März, bei denen die Marketing-Gesellschaft mit einem anderen Anbieter kooperiert und die eine Neuerung für Lüneburger aller Alterschichten darstellen. Gerade im Frühling und Herbst, wenn die Tourismussaison erst so langsam auf Touren kommt, sei es wichtig, mit Aktionen zu locken, wie etwa auch einem neu etablierten Antikmarkt am 21. April im historischen Wasserviertel. Für die Stände liegen schon etliche Anmeldungen vor, nicht nur aus Norddeutschland. Eher kulinarisch geht es dann mit der Spargelwoche vom 5. bis 12. Mai weiter, die in diesem Jahr ebenfalls Premiere feiert. Als regionales Produkt, das hier unter idealen Bedingungen gedeiht, kann das edle Gemüse auf diese Weise wunderbar dazu beitragen, dass Lüneburg und seine kulinarischen Kostbarkeiten demnächst quasi in aller Munde sind.
Bis zu diesem Zeitpunkt soll dann auch der Umbau der Tourist-Information am Markt abgeschlossen sein. Zurzeit arbeiteten Pruschwitz und seine Mitarbeiter nur einige Meter weiter in Sichtweite der Baustelle in der Waagestraße 1, und doch hat er festgestellt: „Die Besucherfrequenz hier ist niedriger als am alten Standort“ – für ihn ein klarer Beweis, dass es keine bessere Lage als die am Rathaus gibt. Und so freut sich der Marketingchef auf neue, hellere Verkaufsräume, in denen sich Lüneburg als attraktive Stadt präsentieren kann. Das wird sich auch an den Hansetagen auszahlen, ist er sich sicher. Zu diesem Ereignis Ende Juni erwartet die Stadt viele tausend Gäste aus dem In- und Ausland, denen sich die alte Salzstadt von ihrer schönsten Seite zeigen möchte.
Einige Innovationen hat sich die Lüneburg Marketing für das diesjährige Kinderfest am 7. und 8. Juli ausgedacht, denn erstmals soll der Clamartpark integriert werden. Pruschwitz denkt an vielfältige Mitmachaktionen und zusätzliche altersgemäße Verpflegungsmöglichkeiten für die jungen Gäste. Die Nacht der Romantik am 21. Juli ist der nächste Höhepunkt des Veranstaltungskalenders. Zum siebten Mal verwandelt sich der Kurpark an diesem Abend in eine zauberhafte Welt voller Licht, Musik und Darbietungen. Um den Erlebniswert weiter zu erhöhen, werden zusätzliche kleinere Nischen des Parks einbezogen, verspricht Stefan Pruschwitz.
Ein weiteres erklärtes Ziel ist es, die mittelalterliche Geschichte der Stadt Lüneburg weiter in den Blickpunkt zu rücken. So gibt es 2012 erstmals Überlegungen, Mitte September ein so genanntes Burgfest zu veranstalten. Dabei soll der Kalkberg mit seiner bis 1371 existierenden Burg im Fokus stehen; „dieser Ort gehört zur Lüneburger Geschichte einfach dazu“, so Pruschwitz. Man stelle sich Lichtinstallationen vor, die mit bewegten Szenen kombiniert werden, erläutert er erste Planungen. Am Fuße des Kalkbergs an der Gipsmühle könne es diverse Stände und damit Platz zum gemütlichen Verweilen geben, oben sei dann eher der „Eventpunkt“.
Mittelalter pur gibt es ebenfalls auf den schon etablierten Sülfmeistertagen, die zum zehnten Mal, diesmal vom 28. bis 30. September, stattfinden und mit einem verkaufsoffenen Sonntag kombiniert werden. Die Veranstaltung hat sich zu einem echten Besuchermagneten entwickelt, denn die Kombination aus Spielen, mittelalterlicher Atmosphäre und Unterhaltung kommt an.
Im November warten schließlich noch die Grünkohlwoche und die Nacht der Clubs auf neue und alte Fans, und im Dezember schließt sich der Kreis mit der schon erwähnten Weihnachtsstadt. Das Interesse an allen Events und Veranstaltungen sei ungebrochen groß, freut sich Stefan Pruschwitz, der aber auch klar macht, dass man immer wieder neue Akzente setzen müsse, um neue Gäste anzulocken. „Nur zu sagen, Lüneburg ist schön, reicht nicht.“ Und so können sich neben den zahlreichen Gästen auch die Lüneburger selbst auf ein spannendes Jahr in ihrer Stadt freuen.(cb)
Foto: Enno Friedrich
Weitere Artikel:
Bardowicker Gesäßhuldigung
Brutzeln und kochen für den Denkmalsc...
Frieden war das schönste Geschenk
Willkommen im Katzenparadies
Plötzlich scheinreich
Trabis, Tränen und eine Stadt im Taum...
Wie geht eigentlich Kunst?
Bruchbuden gegen den Wohnraum-Mangel
Auf der Lüneberger Heide?
„Der Sturm“ wird ein Bühnen-Orkan
Der Hochzeitstag ist auch nur ein Datu...
Re(h)agieren Sie rechtzeitig
Ein Tag für Ja-Sager
Gehen Sie doch einfach mal am Stock...
Oase des Glücks
Die Kampfkunst des Mittelalters
Wie böse ist die Schlange wirklich?
Per App auf Zeitreise
Rule Brexitannia
Suchbild des Monats September 2019
Lüneburg Aktuell

Lüneburg Aktuell
Heute schon lesen was morgen in der Zeitung steht
Veranstaltungskalender
Mittagstisch
Kleinanzeigenmarkt
http://www.lueneburgaktuell.de/
























































