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Frischer Wind am Rathaus

geschrieben im April 2012

Der Umbau der Tourist-Information ist im April abgeschlossen

Die Lichtschranke ist unbestechlich. Pausenlos hat sie im vergangenen Jahr die Kundenkontakte gezählt und die beeindruckende Zahl von 300.000 Personen ermittelt, die in dieser Zeit die Tourist-Information am Markt betreten haben. Und so konnte es dort in der Hochsaison wie etwa zur Heideblüte manches Mal etwas eng werden für die zahlreichen Gäste der Hansestadt. Auch Einheimische, die schnell ein Prospekt oder eine Broschüre besorgen wollten, konnten erleben, wie sehr der Städtetourismus in Lüneburg boomt. Für Stefan Pruschwitz, Geschäftsführer der Lüneburg Marketing, ist dies natürlich eine überaus erfreuliche Entwicklung, auf die jedoch jetzt reagiert werden musste. „Der Umbau der Tourist-Information stand schon länger auf dem Plan“, berichtet er. Und daher haben in den erfahrungsgemäß etwas schwächeren Wintermonaten nun die Handwerker in den Räumen direkt am Rathaus das Sagen. „Man wird es kaum wieder erkennen“, ist er sich sicher.

Noch bestimmen Kabel und Maschinen das Bild, doch schon Ende April soll die Renovierung des jetzt völlig entkernten Gebäudes beendet sein. „Wir liegen sehr gut im Zeitplan.“ Von da an können sich die Gäste in frisch renovierten, hellen und freundlichen Räumlichkeiten beraten lassen. „Wir versprechen uns davon eine deutliche Verbesserung der Servicequalität“, so Pruschwitz. So könnten sich die Berater künftig ausschließlich ihren Kunden widmen, da es zusätzliche Arbeitsplätze im Hintergrund geben werde, die sich nur mit der Beratung am Telefon beschäftigen. Auch die Antwortzeit auf E-Mails könne durch diese Neustrukturierung der Arbeitsabläufe noch weiter gesenkt werden. Augenfälliges Merkmal der Neuerungen wird eine Medienwand mit drei Monitoren sein, die immer die aktuellsten Veranstaltungstipps für die Gäste Lüneburgs bereit halten. Zudem hofft der Marketingchef, dass die Touristen dadurch eine eventuelle Wartezeit bis zur persönlichen Beratung gleich nutzen und sich einen ersten Überblick über das Angebot verschaffen werden. Künftig prägen die Farben weiß, grau und rot die Touristikinformation, die damit eine moderne und frische Atmosphäre ausstrahlt. Ein neues Shop­-sys­tem ergänzt die Reihe der Veränderungen. Besonders die „Roten Rosen“, nach wie vor ein Dauerbrenner sowohl im Fernsehen als auch bei der touristischen Nachfrage, werden an eine deutlich exponierte Stelle rücken, verspricht Pruschwitz. Überhaupt wird der Souvenirbereich als erfolgreicher Teil des Tourismusgeschäftes weiter an ­Attraktivität gewinnen. „Wir sind ständig auf der Suche, um das Sortiment noch interessanter zu machen“. Zukünftig werden verstärkt regionale Produkte das Angebot ergänzen.

Nicht nur intern sondern auch auf baulicher Ebene wird sich in der Tourist-Information einiges ändern. Augenfälligste Verbesserung ist ein zweiter Eingang zur Waagestraße, durch den die Gäste künftig direkt die neu positionierten Beratungsplätze ansteuern können. Um den Räumen mehr Luft und Höhe zu geben, wurde die Decke entfernt, der Blick nach oben unters Dach wird also nur von den Deckenbalken aufgehalten. Gleichzeitig hat man die Umbaumaßnahmen dazu genutzt, eine moderne Dämmung einzusetzen und das Dach neu zu decken, was nicht zuletzt die Energiebilanz des Gebäudes entscheidend verbessern wird. „Auch die Hitze, die hier im Sommer oft geherrscht hat, dürfte damit der Vergangenheit angehören“, freut sich Stefan Pruschwitz.

Der Marketingchef hat die Erfahrung gemacht, dass viele Touristen die Hansestadt relativ unvorbereitet und daher mit großem Informationsbedarf bereisen. Für viele führt der erste Weg direkt in die Tourist-Information, um dort nach Prospektma­terial, Souvenirs und Stadtführungen zu suchen. Um wie viel besser sich diese „gute Stube“ im Herzen Lüneburgs nach den vollendeten Umbau­maßnahmen präsentieren wird, davon können sich alle Lüneburger und Gäste selbst ein Bild machen, wenn sie am 27. April zum Tag der offenen Tür eingeladen sind.(cb)

Weitere Informationen unter www.lueneburg.de

Illustrationen: FormwÆnde Planungsbüro