Endspurt für die Hansetag-Planer
geschrieben von Frauke Noweck im Mai 2012Noch acht Wochen bis zur Großveranstaltung mit mehr als 100 Hansestädten

Vor mehr als 20 Jahren beschlossen und seit etwa fünf Jahren konkret geplant, steht der 32. Internationale Hansetag in Lüneburg jetzt kurz bevor. In fast genau acht Wochen, am Donnerstag, 28. Juni um 21 Uhr, eröffnet Oberbürgermeister Ulrich Mädge gemeinsam mit dem Vormann der Hanse, Bernd Saxe, das Fest auf dem Platz Am Sande. Bis es soweit ist, hat nicht nur das städtische Projektbüro Hansetag noch eine Menge zu tun.
Rund 110 Hansestädte hatten sich bis Redaktionsschluss bereits zu einer Teilnahme angemeldet und werden sich mit ihren Ständen auf dem Hansemarkt präsentieren. Anmeldeschluss war der 30. April, der gleichzeitig den Startschuss für den Endspurt in der Planung bedeutet – denn die Hansestädte bringen eine Menge mit: Mehr als 1.000 Delegierte, Mitarbeiter, weitere Gäste und Kulturgruppen brauchen Unterkunft, Verpflegung und sollen bei ihrer Anreise ein Informationspaket mit Stadtplan, Programm, Namensschild und vielem mehr in die Hand gedrückt bekommen. Die meisten Kulturgruppen der Hansestädte werden in der ehemaligen Schlieffen-Kaserne übernachten, wo während des Hansetages Unterkünfte in Mehrbettzimmern eingerichtet sind.
Auch der Hansemarkt nimmt nun konkrete Formen an. Dass sich die Städte rund um das Rathaus und in den angrenzenden Straßen präsentieren, ist schon länger klar – nun aber geht es darum, die Stände der einzelnen Städte sinnvoll anzuordnen. Das richtet sich unter anderem danach, ob eine Hansestadt eine Holzhütte oder ein Zelt bestellt hat, oder einen eigenen Stand mitbringt und ob sie für ihr Angebot einen Wasser- oder Stromanschluss benötigt. Natürlich soll eine optisch ansprechende und bunte Mischung der Städte und Nationen entstehen.
Die Organisatoren des Bühnenprogramms haben im Endspurt ebenfalls noch viel zu bedenken. Die Hansestadt Lüneburg hat selbst viele Bands und weitere Musikgruppen gebucht, auch ein paar hochkarätige Namen sind darunter – die aktuellen Programminformationen sind unter www.hansetag2012.de abrufbar. Nun geht es noch darum, die Kulturgruppen der Hansestädte auf den Bühnen zu platzieren. Kinder- und Shantychöre, Zirkusartisten, Tanz- und Folkloregruppen, Rock, Pop
und klassische Musik: Internationale Bühnenkunst in vielen Varianten bringen die Hansestädte mit nach Lüneburg. Jede Gruppe zur passenden Zeit auf eine passende Bühne zu bringen und dabei auch die Mischung im Auge zu behalten – diese Aufgabe steht jetzt an.
Auch das übrige Programm ist bereits große Schritte vorangekommen. In einem Wirtschaftsforum, das unter Federführung der IHK Lüneburg-Wolfsburg in den Räumen der Leuphana stattfindet, präsentieren Vertreter aus internationalen Hansestädten ihre Projekte. In Zusammenarbeit mit der Leuphana nimmt das Programm der Jugendhanse Gestalt an. Etwa 70 junge Delegierte aus den Hansestädten treffen sich dort in Workshops und zu einem gemeinsamen Freizeitprogramm. Für einen gelungenen Handwerkermarkt in der westlichen Altstadt wird der ALA sorgen. Die Ausstellung HANSEartWORKS mit 29 Künstlerinnen und Künstlern aus acht Nationen wird Freunde der zeitgenössischen Kunst in das Gebäude der E.ON Avacon an der Lindenstraße locken.
Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung und städtischer Tochtergesellschaften haben bis Ende Juni ebenfalls eine Hauptaufgabe: den Hansetag. Dazu kommen zahlreiche externe Partner und Ehrenamtliche, die einzelne Projekte planen und damit die Hansestadt Lüneburg unterstützen. Denn der Hansetag mit rund 200.000 erwarteten Besuchern ist für Lüneburg die wichtigste Veranstaltung des Jahres, und er soll noch lange nachwirken. Mit einem gelungenen Hansetag will Lüneburg dem Hansebund der Neuzeit (177 Städte aus 16 europäischen Nationen) eine gute Visitenkarte abgeben und auch in den kommenden Jahren viele Besucher aus anderen Hansestädten an die Ilmenau ziehen.
Foto: Möwenschiet, Frauke Noweck
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