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Ausflüge in eine andere Welt

geschrieben von Christane Bleumer im Oktober 2018

Doris Ehrlich von Lünedive ist Tauchlehrerin aus Leidenschaft

Dass Doris Ehrlich mit Begeisterung bei der Sache ist, merkt man sofort. Voller Energie und quicklebendig sitzt sie an ihrem Schreibtisch und erzählt leidenschaftlich von der Faszination des Tauchens und von dem, was dazu gehört, um sich in dieser für die meisten Menschen fremden Welt unter Wasser zurecht zu finden. Ihr Reich, wenn sie nicht gerade taucht, ist „Lünedive“ am Lüneburger Sültenweg 20, gleich neben dem VfL. „Mit der Tauchsportabteilung dieses Sport­vereins besteht eine enge Kooperation“, erläutert sie die nicht nur räumliche Verbindung der beiden Anbieter, bietet der VfL doch regelmäßige Tauchzeiten für Vereinsmitglieder an.
Gerade lässt sich eine Frau, die im Urlaub an einem Schnuppertauchen teilgenommen hat, von ihr über geeignete Tauchkurse beraten. Schließlich möchte sie die dort gewonnenen Grundkenntnisse nun auf eine solide Basis stellen. „So etwas erlebe ich sehr oft“, berichtet Doris Ehrlich. Gerade in All-Inclusive-Urlauben würden viele Reisende eine solche Gelegenheit wahrnehmen. „Wer dann einmal Blut geleckt hat, landet in meinen Kursen“. Doch um das sichere Tauchen zu erlernen, braucht es Zeit.
„Qualität, Sicherheit und Service sind für uns wichtige Bestandteile der Tauchausbildung“, betont die Inhaberin der Tauchschule, die schon seit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Ausbildung von Schülern hat. Kleine Kurse mit maximal vier Teilnehmern ermöglichen eine individuelle Be­treuung. Bevor es ins Wasser geht, steht aber erst einmal Theorie auf dem Stundenplan. Ein Kurs muss absolviert und ein umfangreiches Handbuch durchgearbeitet werden. Erst danach gehe es mit Ausrüstung ins Schwimmbad. Am Ende der Ausbildung steht das Tauchen im so genannten Freiwasser.

In Lüneburg seien die Bedingungen zum Erlernen dieser Sportart ideal. „Unserer Tauchschule stehen sehr lange Poolzeiten zur Verfügung“, so die Tauchsportlerin. Hinzu komme ein exklusives Ausbildungsgewässer, das nur wenige Minuten von der Basis entfernt sei. „Für jeden Tauchschüler haben wir die passende Ausrüstung als Leihmaterial in verschiedenen Größen vorrätig“, ergänzt sie. „Wir befüllen auch die Pressluftflaschen und haben eine Werkstatt, die sich um das Tauchgerät kümmert.“
Selbst erwerben müssen die Schüler zu Beginn nur Maske, Schnorchel und Schuhe. „Open Water Diver ist die Grundausbildung für das selbstständige Tauchen, hier werden die Basiskenntnisse vermittelt“, erläutert die passionierte Taucherin. Der Faszination während der ersten Tauchgänge könnten sich die wenigsten entziehen. Wichtig sei es jedoch, sich in fachkundiger Begleitung eines Tauchlehrers Schritt für Schritt an die Unterwasserwelt heranzutasten. „Damit lassen wir uns während des Kurses viel Zeit“, so Doris Ehrlich; denn schließlich sei Tauchen ein Sport, der sehr viel Verantwortungsbewusstsein und Sorgfalt voraussetzt – nicht nur für sich selbst, sondern auch für die Mittauchenden. „Tauchen ist ein klassischer Partnersport“, umschreibt die Tauchlehrerin die Bedeutung des gemeinsamen Tauchens. Jeder achte auf das Wohlergehen des anderen, um eine Gefahr auszuschließen. Dazu gehört auch, dass zu Beginn des Kurses eine so genannte Tauchtauglichkeitsprüfung steht, um eine gewisse körperliche Fitness zu garantieren. Das Alter der Teilnehmer spiele dabei keine große Rolle. „Wir hatten sogar schon einen 75-Jährigen, der das Tauchen erlernt hat“, macht Doris Ehrlich auch älteren Interessenten Mut. Bei Kindern hält sie eine Grenze von etwa zwölf Jahren für vernünftig, „weil man schon ein bisschen von Tauchphysik verstehen sollte.“
Nach erfolgreicher Beendigung des Kurses und der Theorieprüfung erhält jeder Teilnehmer eine weltweit anerkannte Tauchlizenz – dann kann es los­gehen. Das Hinabtauchen eröffnet den Sportlern eine völlig neue Welt. Anders als beim Schnorcheln erweitert das Tauchen mit Pressluft und Atemgerät die Möglichkeiten auf vielfältigste Art. Schwerelos treibend kann der Taucher die faszinierenden Eindrücke der Unterwasserwelt auf sich wirken lassen. „Den einen interessieren Wracks, zu denen man hin­abtauchen kann“, gibt Doris Ehrlich ein Beispiel; andere sind begeistert von der bunten Tier- und Pflanzenwelt, die sich unter Wasser auftut.
„Wichtig ist es, immer im Training zu bleiben“, betont die Expertin. „Das Tauchen ist vergleichbar mit dem Autofahren.“ Auch das erlerne man besten und sichersten durch Erfahrung. Ist diese in ausreichen­dem Maße vorhanden, können weitere Tauchkurse belegt werden, die den Sportler befähigen, tiefer in die einmalige Welt unter Wasser einzutauchen.
Doris Ehrlich hat im Laufe der Jahre schon viel gesehen, doch ein Traumziel hat sie noch. „Ich möchte gerne irgendwann einmal die Unterwasserwelt der Galapagos-Inseln kennenlernen. Dort gibt es beeindruckende Tauchgründe, die ich noch nicht erkundet habe.

“ Weitere Informationen finden Sie unter www.luenedive.de.(cb)

Fotos: Enno Friedrich, Lünedive

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