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Jahresrückblick

geschrieben von Ulrich Mädge im Dezember 2018

Die Themen des Jahres in der Hansestadt, das waren auch 2018 wieder jene, für die es Ausdauer braucht: Wohnungsbau, Integration, Investitionen in Bildungseinrichtungen Krippe, Kitas, Schulen. Daneben war die Erinnerungs- und Gedenkkultur ein Thema, das sich durch das Jahr zog. Es gab Jubiläen in Sachen Partnerschaften zu feiern. Und das Jahr war quasi umrahmt von zwei Glanzpunkten ganz unterschiedlicher Art:
• im Januar der Besuch Udo Lindenbergs zum Jahresbeginn anlässlich der Ver­leihung des Dr.-Hedwig-Meyn-Preises an Manfred Besser;
• im November der Zuschlag für das gemeinsam mit der Universität vorangetriebene Projekt „Lüneburg 2030+“, womit wir zu den sieben Gewinner­städten in ganz Deutschland zählen und Ideen zu den Nachhaltigkeitszielen der UN für Lüneburg erarbeiten und ausprobieren können. Mit­streiterinnen und Mitstreiter sind ausdrücklich erwünscht.

2018 konnten wir den Gordischen Knoten für das Hanseviertel-Ost zerschlagen. Die ersten Abbrucharbeiten starten. Ab Frühjahr geht unsere Tochter, die LüWoBau-GmbH, an die Arbeit für die ersten Neubauten: Bis voraussichtlich 2022 sollen dort rund 650 Wohnungen entstehen, mindestens 210 Wohnungen davon gefördert oder mit Mietpreisbremse.

Dass Land und Bund jetzt endlich das Wohnungsproblem gemeinsam angehen und zusätzliches Geld bereitstellen, kann ich nur begrüßen. Nun müssen auch vor Ort alle an einem Strang ziehen, denn niemand kann wollen, dass Normalverdiener aus Kostengründen ins Umland ziehen müssen, anerkannte Flüchtlingsfamilien Jahre lang in Gemeinschaftsunterkünften ausharren und Mieter ohne Lobby in prekären Wohnverhältnissen ausgenutzt werden. Hier haben wir uns mehrfach für ein Wohnraumschutzgesetz stark gemacht.

Um das Erinnern und Gedenken ging es mehrfach. Auf dem ersten Bürgerforum zum Thema haben wir Anregungen gesammelt, die uns weiter beschäftigen werden. Ein denkwürdiger Tag war für mich die Eröffnung der erweiterten Synagogen-Gedenkstätte – ein Gewinn für uns alle; ebenso übrigens das um eine Deutsch-Baltische Abteilung erweiterte Ostpreußische Landesmuseum. Insgesamt regte das Jahr viele dazu an, Interesse an geschichtlichen und politischen Themen neu zu wecken bzw. zu entwickeln, über Werte nachzudenken und darüber, wie nötig es ist, Haltung im Alltag zu zeigen.

Was mich in diesem Jahr für die Stadtgesellschaft sehr gefreut hat, war das Vorankommen beim Projekt Einkaufszentrum Kaltenmoor, ebenso wie der Abschluss der Sanierung des Roten Hahns. Daneben haben wir zum Beispiel etliche Straßen und Brücken saniert – gut angenommen werden übrigens die aktuellen Infos auf der Baustellenkarte (www.hansestadtlueneburg.de/baustellenkarte). Der Schwerpunkt im Hochbau liegt wie in den Vorjahren im Bildungsbereich: Insgesamt 239 Plätze in Krippen und Kita haben wir 2017/ 2018 bereits neu geschaffen. 2019 gehen die neue Kita am Ochtmisser Kirchsteig sowie die Erweiterungen der Kitas Brockwinkler Wald und Schützenstraße an den Start.

Worüber ich mich ganz persönlich sehr gefreut habe, war die Verleihung der Ehrenbürgerschaft unserer Partnerstadt Naruto. Das war – nach dem Jubiläumskonzert von Beethovens 9. Symphonie in Naruto in diesem Sommer – etwas ganz Besonderes. Auch die Freundschaft mit der estnischen Stadt Tartu hat uns dieses Jahr mehrfach beschäftigt. Zum 25-jährigen Bestehen hatten wir erst Andrus Ansip zum Thema Digitalisierung zu Gast im Zentralgebäude. Im Herbst gab kam es zum Gegenbesuch, und auch Benefizkonzerte zugunsten der Johannis-Orgel in Tartu spannen die gute Tradition des von vielen getragenen Miteinanders zwischen unseren Städten weiter.

In diesem Sinne freue ich mich mit Ihnen, den Leserinnen und ­Lesern des Quadrat-Magazins, auf ein spannendes Jahr 2019 und wünsche Ihnen für dafür Glück und Gesundheit und uns allen ein friedvolles Weihnachtsfest.

Ulrich Mädge
Oberbürgermeister

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